Integrative Lerntherapie bei AD(H)S

AD(H)S - eine Modediagnose?

Statistisch gesehen sitzen in jeder durchschnittlich starken Schulklasse 1-2 Kinder, die eine AD(H)S-Diagnose haben. AD(H)S ist keine Modediagnose und nicht neuartig. Seit bereits mehreren Jahrzehnten gibt es ein umschriebenes, klinisches Erscheinungsbild, an dem fortlaufend geforscht wurde und zu dem inzwischen viele neue Erkenntnisse hinsichtlich Ausprägung, Symptomatik und Therapie hinzugekommen sind. Und bei dem auch bezüglich des Selbstverständnisses Betroffener und der Einordnung dessen, als Neurodivergenz, viel passiert ist. Nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene.

AD(H)S bei Kindern und Jugendlichen, im Kontext Schule und Lernen, kann alle Betroffenen vor große Herausforderungen stellen - Kinder, Eltern, Lehrer, den Klassenverband.

ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung) ist keine Erziehungs- oder Intelligenzsache, sondern eine angeborene Besonderheit der Gehirnfunktion, die ab dem Kindesalter auftritt und bis ins Erwachsenenalter bestehen bleibt. Sie kann sich in unterschiedlichen Formen und einem breiten Spektrum, aber immer mit konkreten Kernsymptomen, zeigen: als vorwiegend unaufmerksamer Typ, als hyperaktiv-impulsiver Typ oder als kombinierter Typ. Während einige Kinder eher verträumt, langsam und leicht ablenkbar wirken, zeigen andere einen starken Bewegungsdrang, innere Unruhe und ein impulsives Verhalten. Mit einer fundierten Diagnostik beim Kinder- und Jugendpsychologen/-psychiater und gezielter Unterstützung können betroffene Kinder lernen, ihre Stärken zu nutzen und mit den Herausforderungen im Leben besser umzugehen.

Ich bin anders, und das ist in Ordnung!

Viele Kinder mit ADHS haben bereits gelernt, dass sie zu viel, zu laut, zu unruhig sind. Oder das Gegenteil - zu still, schwer von Begriff, zu langsam. Und immer zu unkonzentriert. Vielleicht auch zu faul, die könnten, wenn sie nur wöllten.
In der Lerntherapie dürfen sie erleben: Ich bin anders, und das ist in Ordnung!

Dass ein Kind mit AD(H)S seine Ressourcen in der Schule und beim Lernen bestmöglich nutzen kann, ist zielgerichtete Hilfe von mehreren Seiten - dem Elternhaus, der Schule, sowie pädagogisch-therapeutischen Personen und Einrichtungen, und idealerweise deren Zusammenwirken, sehr wichtig.

Lerntherapie kann dabei einen wertvollen Teil im Helfersystem darstellen.


Wodurch hilft Lerntherapie betroffenen Kindern und Jugendlichen?

  • Evaluierte Konzentrationstrainings, die wichtige Aufmerksamkeitsaspekte gezielt ansprechen und die Ablenkbarkeit reduzieren

  • Durch Psychoedukation AD(H)S verstehen lernen und Einblicke in die eigene Handlungsstruktur gewinnen

  • Eigenes Impulsverhalten erkennen und steuern lernen

  • Motivation für das Lernen steigern und halten können, Motivationsblockaden abbauen

  • Lernstrategien und -techniken kennenlernen und trainieren (z.B. Strukturierung von Aufgaben, geplantes, schrittweises Handeln von Anfang bis Ende, Erhöhung der Sorgfalt, Anwenden von Selbstkontrollstrategien, Nutzen von Merktechniken)

  • eine eigene, lernfreundliche Umgebung schaffen

  • Fördern eines positiven Selbstbildes

  • Therapie bei begleitender LRS und/oder Dyskalkulie

  • begleitendes Elterncoaching

  • Austausch mit Lehrkräften, Ärzten, Therapeuten, Schulbegleitern


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